Die optimale Raumtemperatur in Büros ist entscheidend für das Wohlbefinden und die Produktivität Ihrer Mitarbeiter. Sie beeinflusst direkt die kognitive Leistungsfähigkeit, die Konzentration und das allgemeine Arbeitsklima. Finden Sie heraus, welche Temperaturbereiche als angenehm gelten und welche Faktoren bei der Einstellung eine Rolle spielen.
Das sind die beliebtesten Raumthermometer Produkte
Der ideale Temperaturbereich für Büros
Die wissenschaftlich ermittelten und von Arbeitsmedizinern empfohlenen Werte für eine angenehme Büroumgebung bewegen sich in einem relativ engen Korridor. Dabei spielen individuelle Präferenzen und die Art der ausgeübten Tätigkeit eine Rolle. Grundsätzlich gilt:
- Für Tätigkeiten mit geringer körperlicher Anstrengung (sitzen, am Schreibtisch arbeiten): Hier werden Temperaturen zwischen 20°C und 22°C als optimal angesehen. Leichte Abweichungen sind akzeptabel, jedoch sollte die Temperatur nicht unter 19°C fallen.
- Für Tätigkeiten mit mittlerer körperlicher Anstrengung (stehende Tätigkeiten, leichte Bewegung): Ein etwas niedrigerer Temperaturbereich von 18°C bis 20°C ist hier oft bevorzugt.
- Für Tätigkeiten mit hoher körperlicher Anstrengung (schwere manuelle Arbeit): Diese sind im Büro selten, aber hier könnten Temperaturen von 16°C bis 18°C als angenehmer empfunden werden.
Es ist wichtig zu betonen, dass diese Werte Richtlinien sind. Die tatsächliche Wohlfühltemperatur kann variieren. Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung und die Bekleidung der Mitarbeiter spielen eine signifikante Rolle im empfundenen thermischen Komfort.
Faktoren, die die empfundene Raumtemperatur beeinflussen
Die reine Messung der Raumtemperatur an einem Punkt sagt noch nicht alles über das thermische Wohlbefinden aus. Mehrere Einflussgrößen müssen berücksichtigt werden:
- Luftfeuchtigkeit: Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit (unter 30%) kann zu trockenen Augen und Atemwegen führen, während eine zu hohe Luftfeuchtigkeit (über 60%) das Schwitzen intensivieren und ein schwüles Gefühl erzeugen kann. Ein idealer Bereich liegt zwischen 40% und 60%.
- Luftbewegung: Eine leichte, gleichmäßige Luftzirkulation kann die gefühlte Temperatur um einige Grad senken und das Gefühl von Frische fördern. Starke Zugluft hingegen wird als unangenehm und potenziell gesundheitsschädlich empfunden. Lüftungsanlagen sollten so eingestellt sein, dass sie keine direkten Zugluft erzeugen.
- Strahlungswärme: Direkte Sonneneinstrahlung durch Fenster oder die Wärmeabgabe von technischen Geräten (Computer, Kopierer) können die Temperatur in bestimmten Bereichen des Raumes lokal erhöhen. Dies kann dazu führen, dass sich Mitarbeiter, die sich in der Nähe dieser Wärmequellen befinden, unwohl fühlen, selbst wenn die allgemeine Raumtemperatur im Sollbereich liegt.
- Individuelle Unterschiede: Stoffwechsel, Alter, Geschlecht, körperliche Verfassung und sogar die aktuelle Bekleidung des Einzelnen haben großen Einfluss darauf, ob jemandem warm oder kalt ist. Frauen empfinden tendenziell kühlere Temperaturen als Männer, was auf Unterschiede im Stoffwechsel und im Körperfettanteil zurückgeführt wird.
- Tätigkeitsprofil: Wie bereits erwähnt, beeinflusst die Art der ausgeführten Tätigkeit das thermische Empfinden. Büroangestellte, die hauptsächlich sitzen, benötigen tendenziell eine wärmere Umgebung als Mitarbeiter, die sich mehr bewegen.
Auswirkungen von suboptimaler Raumtemperatur auf die Produktivität
Die Raumtemperatur ist kein unwichtiger Faktor im Arbeitsalltag. Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Temperaturen können negative Folgen haben:
- Bei zu niedrigen Temperaturen:
- Reduzierte Konzentration und kognitive Leistungsfähigkeit.
- Erhöhte Fehleranfälligkeit.
- Verlangsamte Reaktionszeiten.
- Erhöhte Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten durch geschwächtes Immunsystem.
- Frustration und Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern.
- Bei zu hohen Temperaturen:
- Müdigkeit und Schlappheit.
- Schwierigkeiten bei der Konzentration und der Aufnahme von Informationen.
- Erhöhte Reizbarkeit und Aggressivität.
- Verminderte Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten.
- Kopfschmerzen und Schwindelgefühle.
- Potenzielle Hitzebelastung, die zu gesundheitlichen Problemen führen kann.
Investitionen in eine adäquate Klimatisierung und Temperaturregelung sind somit nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch eine strategische Entscheidung zur Steigerung der Effizienz und zur Reduzierung von krankheitsbedingten Ausfällen.
Thermoregulationsstrategien im Büroalltag
Auch wenn die zentrale Steuerung der Bürotemperatur wichtig ist, können Mitarbeiter selbst und die Organisation unterstützende Maßnahmen ergreifen:

- Individuelle Kleidung: Das Zwiebelprinzip ist hier ratsam. Mehrere dünne Schichten ermöglichen es, sich flexibel an wechselnde Temperaturen anzupassen. Leichte, atmungsaktive Stoffe sind bevorzugt.
- Getränke: Ausreichend Flüssigkeit (Wasser, ungesüßte Tees) hilft dem Körper, seine Temperatur zu regulieren. Bei Hitze sind kalte Getränke erfrischend, bei Kälte wärmende Getränke wohltuend.
- Kleine Pausen: Kurze Bewegungspausen können den Kreislauf anregen und helfen, ein besseres Körpergefühl zu entwickeln.
- Arbeitsplatzgestaltung: Sorgen Sie dafür, dass Arbeitsplätze nicht direkt an Heizkörpern oder unter Klimaanlagenöffnungen liegen. Mobile Ventilatoren oder Heizlüfter können in Einzelfällen Abhilfe schaffen, sollten aber nur gezielt und mit Bedacht eingesetzt werden, um Zugluft zu vermeiden.
- Technische Hilfsmittel: Jalousien oder Rollos können helfen, direkte Sonneneinstrahlung und damit verbundene Überhitzung zu vermeiden.
Rechtliche und normative Vorgaben zur Bürotemperatur
Obwohl es keine exakten gesetzlichen Grenzwerte für die Raumtemperatur im Büro gibt, die eine einheitliche Zahl vorschreiben, sind Arbeitgeber dennoch verpflichtet, für eine gesunde und sichere Arbeitsumgebung zu sorgen. Dies ist in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) verankert. Insbesondere die ASR A3.5 „Lüftung“ und ASR A3.6 „Beleuchtung“ sind relevant. Diese fordern, dass die thermischen Verhältnisse am Arbeitsplatz den arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen entsprechen und die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt wird. Im Sommer wird oft ein Grenzwert von 26°C als Obergrenze für die allgemeine Büronutzung ohne spezielle Schutzmaßnahmen angesetzt, ab dem Maßnahmen zur Kühlung ergriffen werden müssen.
| Kategorie | Empfohlener Temperaturbereich | Begründung/Auswirkungen |
|---|---|---|
| Leichte Bürotätigkeit (sitzend) | 20°C – 22°C | Optimale Konzentration und kognitive Leistungsfähigkeit. Zu kühl kann zu Steifheit und geringerer Produktivität führen. |
| Mittlere Bürotätigkeit (stehend/leicht beweglich) | 18°C – 20°C | Berücksichtigt erhöhten Energieumsatz. Zu warm kann zu Schwitzen und Leistungseinbußen führen. |
| Hohe körperliche Anstrengung (selten im Büro) | 16°C – 18°C | Wird nur bei sehr schweißtreibenden Tätigkeiten empfohlen. |
| Luftfeuchtigkeit | 40% – 60% | Verhindert trockene Schleimhäute und fördert das Wohlbefinden. Zu hoch begünstigt Schimmelbildung. |
| Luftbewegung | Gering, gleichmäßig | Wirkt erfrischend, solange keine Zugluft entsteht. Starke Bewegung kühlt zu stark aus. |
Häufige Fragen zur Raumtemperatur im Büro: Welche Werte sind angenehm?
Welche Temperatur ist im Büro am produktivsten?
Die Produktivität wird oft bei Temperaturen zwischen 20°C und 22°C für sitzende Tätigkeiten als am höchsten eingeschätzt. In diesem Bereich sind die meisten Mitarbeiter geistig am leistungsfähigsten und fühlen sich am wohlsten, was sich direkt auf ihre Arbeitsqualität und -menge auswirkt.
Ist es besser, im Büro eher kühl oder warm zu heizen?
Es ist besser, die Temperatur im empfohlenen Wohlfühlbereich zu halten, also weder zu kühl noch zu warm. Studien zeigen, dass sowohl zu niedrige als auch zu hohe Temperaturen die Konzentration und die Fehleranfälligkeit negativ beeinflussen. Eine Temperatur von etwa 20-22°C für Bürotätigkeiten ist ein guter Kompromiss.
Wie wirkt sich die Luftfeuchtigkeit auf das Wohlbefinden aus?
Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit (unter 40%) kann zu trockenen Augen, gereizten Atemwegen und spröder Haut führen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit (über 60%) kann ein schwüles, unangenehmes Gefühl erzeugen und das Risiko für Schimmelbildung erhöhen. Ein Bereich zwischen 40% und 60% ist optimal für das Wohlbefinden und die Gesundheit.
Was kann ich tun, wenn mir im Büro zu kalt ist?
Sie können versuchen, sich wärmer anzuziehen, zum Beispiel mit einem Pullover oder einer Strickjacke. Auch eine warme Tasse Tee kann helfen. Sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Vorgesetzten oder der zuständigen Abteilung über die Raumtemperatur, um mögliche Anpassungen zu besprechen.
Was kann ich tun, wenn mir im Büro zu warm ist?
Tragen Sie leichtere Kleidung, trinken Sie ausreichend Wasser und suchen Sie bei Bedarf einen kühleren Ort auf. Sorgen Sie für gute Belüftung, wenn möglich, ohne dabei Zugluft zu erzeugen. Bei anhaltender Überhitzung ist es ratsam, dies dem Vorgesetzten zu melden.
Gibt es gesetzliche Vorgaben zur Bürotemperatur?
Es gibt keine exakten gesetzlichen Zahlenwerte, die eine Bürotemperatur vorschreiben. Allerdings sind Arbeitgeber nach der Arbeitsstättenverordnung verpflichtet, für eine gesunde und sichere Arbeitsumgebung zu sorgen. Dies schließt auch angemessene thermische Bedingungen ein. Im Sommer gilt ab 26°C in der Regel die Pflicht, Maßnahmen zur Kühlung zu ergreifen.
Warum empfinden manche Menschen die Bürotemperatur anders?
Das thermische Empfinden ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von Faktoren wie Stoffwechsel, Alter, Geschlecht, körperlicher Aktivität, Bekleidung und individueller Konstitution ab. Was für den einen angenehm ist, kann für den anderen zu kühl oder zu warm sein.